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Mit dem Monat September 2026 erfahren wir eine neue monatliche Energiequalität, die uns von der Ordnung in die Begegnung führt, denn dieser Monat beginnt noch ganz im Zeichen der Jungfrau und endet in der Waage, im Reich der Beziehungen. Dazwischen liegt jener Punkt im Jahreskreis, an dem sich Licht und Dunkel für einen Moment vollkommen die Waage halten und dazwischen liegen einige Bewegungen am Himmel, die weit über diesen Monat hinausreichen werden.

Die Grundqualität dieses Monats

So beginnt der September in der Jungfrau-Energie, jener Kraft, die ordnet, unterscheidet und das Wesentliche vom Überflüssigen trennt und die Natur zeigt uns dasselbe Bild, denn draußen wird geerntet, gesichtet und eingelagert. Was nicht trägt, bleibt liegen. Was nährt, kommt in die Kammer. Genau diese Bewegung vollzieht sich in diesen Wochen auch in unserem Inneren und wer aufmerksam hinschaut, wird bemerken, dass sich vieles von selbst sortiert, dass Kontakte an Bedeutung verlieren oder gewinnen, dass Vorhaben plötzlich klarer dastehen als noch im August. Der zweite Teil des Monats bringt dann eine andere Energiequalität mit sich, denn mit dem Eintritt der Sonne in die Waage rückt der andere Mensch in den Mittelpunkt (das Du, die Begegnung, das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, aber auch die Beziehung zu sich selbst). Der September führt uns also von der Frage „Was brauche ich wirklich?“ hin zu der Frage „Wie stehe ich zu dir?“, und beide Fragen gehören zusammen, denn wer sich selbst nicht geordnet hat, kann sich auch nicht wahrhaftig begegnen.

Was aus dem August in diesen Monat hineinreicht

Dabei betreten wir den September nicht unbeschrieben, denn hinter uns liegt eine Finsternissaison, wie sie uns nur zweimal im Jahr erreicht und die Energien einer Finsternis wirken bekanntlich über Wochen nach. Die totale Sonnenfinsternis im Löwen und die darauffolgende Mondfinsternis auf der Achse von Jungfrau und Fischen haben in vielen Leben etwas in Bewegung gebracht, das noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Manche von uns tragen seit jenen Tagen eine Entscheidung mit sich herum, andere eine Erkenntnis über einen Menschen, wieder andere eine Erschöpfung, für die es keine äußere Erklärung gibt. All das gehört noch dazu und der September ist genau der Monat, in dem sich diese Energien setzen dürfen. Was im August aufgebrochen ist bzw. sichtbar wurde (Entschleierung unseres Geistes oder unseres Herzens), braucht keine Beschleunigung, sondern einen Ort, an dem es sich ordnen kann und genau den schenkt uns die Jungfrau-Energie der ersten Septemberwochen.

Am 10. September dreht sich vieles auf einmal

Dabei ist der zehnte September der auffälligste Tag dieses Monats, denn an ihm bewegen sich gleich drei Kräfte und keine davon ist beiläufig. Zunächst wechselt die Venus in den Skorpion und damit verändert sich die Art, wie wir lieben, wie wir begehren und wie wir uns binden. Die Venus (sprich die Kraft in uns, die Zuneigung, Genuss und Schönheit trägt) verlässt die luftige Leichtigkeit der Waage und taucht in die Tiefe, in das Wasser des Skorpions und dort will sie nichts Halbes mehr. Oberflächliche Begegnungen verlieren in diesen Wochen ihren Reiz, während alles, was echt ist, an Kraft gewinnt. Zugleich wechselt Merkur in die Waage, was unser Denken und Sprechen sanfter, ausgleichender und diplomatischer werden lässt (der Herrscher der Kommunikation lernt in der Waage das Zuhören). Wir suchen jetzt eher den Ausgleich als das Rechthaben und Gespräche, die im August gegebenenfalls scharf geführt wurden, finden nun leichter einen gemeinsamen Boden. Und als Drittes wird Uranus rückläufig, doch das verdient einen eigenen Blick.

Uranus wird rückläufig und richtet die Freiheit nach innen

Denn Uranus steht seit dem Sommer 2025 im Zeichen der Zwillinge, – in der Energie von Sprache, Information, Austausch und Verstand und er beginnt am zehnten September seine rückläufige Phase, die uns bis in den Winter hinein begleiten wird. Uranus (der Herrscher des Wassermanns, die Kraft von Freiheit, Erwachen und plötzlicher Erkenntnis) wirkt rückläufig nicht schwächer, sondern nach innen gerichtet. Was das betrifft, verlagert sich der Aufbruch von außen nach innen, – statt dass sich die äußeren Umstände plötzlich verändern, verändert sich jetzt unsere Sicht auf sie. In den kommenden Monaten werden viele von uns bemerken, dass sie Dinge nicht mehr glauben können, die sie vor einem Jahr noch unbesehen hingenommen haben und das betrifft alles, was mit Nachrichten, Meinungen und dem gesprochenen Wort zu tun hat. In den Zwillingen rüttelt Uranus genau an dem, was wir für Wissen halten. Auf der kollektiven Ebene bedeutet diese Energiequalität, dass die Entschleierung im Bereich von Sprache und Information weitergeht, nur eben leiser, unter der Oberfläche, dort wo die eigentlichen Umbrüche ohnehin beginnen.

Der Neumond am 11. September in der Jungfrau

So erreicht uns am elften September um 05:27 Uhr (Mitteleuropäische Sommerzeit) der Neumond und Sonne und Mond stehen dabei gemeinsam in der Jungfrau. Ein Neumond ist immer der Beginn eines Zyklus, jener dunkle Punkt, an dem noch nichts sichtbar ist und trotzdem schon alles angelegt wird und in der Jungfrau bekommt dieser Anfang eine sehr konkrete Färbung. Es geht nicht um große Visionen, sondern um das, was wir tatsächlich täglich tun. Der Körper, die Ernährung, der Schlaf, die Arbeit, die kleinen Gewohnheiten, die unser Leben in Wahrheit tragen. Was wir in diesen Tagen neu beginnen, hat eine ungewöhnlich gute Aussicht darauf, sich zu halten, denn die Jungfrau-Energie schenkt Beständigkeit statt Begeisterung. Nehmt euch also etwas Kleines vor, etwas Alltägliches und nehmt es ernst. Aus diesem Grund lohnt es sich, in diesen Tagen einmal ehrlich hinzusehen, wo im eigenen Leben Unordnung herrscht, nicht um sich zu beschweren, sondern um die Kammer zu leeren, bevor die neue Ernte hineinkommt.

Am 14. September wechselt Lilith in den Steinbock

Dabei vollzieht sich am vierzehnten September eine Bewegung, die kaum jemand bemerkt und die dennoch tief wirkt, denn Lilith wechselt in das Zeichen Steinbock. Lilith (der Punkt in uns, der das Wilde, das Verweigerte und das Ungezähmte trägt) beschreibt in jedem Horoskop die Stelle, an der wir uns nicht anpassen wollen und an der wir es auch nicht sollten. Im Steinbock trifft diese Kraft nun auf das Zeichen der Ordnung, der Verantwortung, der Strukturen und der Autoritäten und daraus entsteht eine Spannung, die in den kommenden Monaten gelöst werden möchte. Es ist die Frage nach der Macht und danach, wer sie über uns haben darf. Auf der kollektiven Ebene wird diese Energiequalität all das verstärken, was mit dem Widerstand gegen erstarrte Strukturen zu tun hat und wer die Zeichen der Zeit liest, weiß, dass genau dort in den kommenden Jahren die entscheidenden Bewegungen liegen.

Am 18. September kehrt Chiron in den Widder zurück

Nun, am achtzehnten September geschieht etwas, das man in der Astrologie eine zweite Runde nennen darf, denn der rückläufige Chiron kehrt in das Zeichen Widder zurück, das er im Frühsommer verlassen hatte. Chiron (der verwundete Heiler, der unsere tiefste Verletzung und unsere größte Heilkraft in sich trägt) hat in den vergangenen Jahren die Widder-Themen berührt, – das eigene Ich, den Mut, das Recht, überhaupt da zu sein und den eigenen Willen zu haben. Wer in dieser Zeit an dieser Wunde gearbeitet hat, bekommt nun eine Gelegenheit, das Verstandene zu vertiefen. Wer die Arbeit hingegen aufgeschoben hat, dem wird das Thema noch einmal vorgelegt, freundlich, aber unmissverständlich. Rückläufige Phasen wiederholen niemals aus Strenge, sondern aus Fürsorge, denn das Leben lässt kein Thema los, bevor es getragen wurde. In diesen Wochen dürfen wir also noch einmal hinschauen, wo wir uns selbst klein halten, wo wir die eigene Kraft nicht zeigen und wo wir das Wort „Ich“ nur zögerlich aussprechen.

Am 23. September wechselt die Sonne in die Waage

Dabei erreichen wir am dreiundzwanzigsten September einen der vier großen Wendepunkte des Jahreskreises, denn mit dem Eintritt der Sonne in die Waage findet die Herbst-Tagundnachtgleiche statt, jener Moment, in dem Tag und Nacht auf der ganzen Erde gleich lang sind. Unsere Vorfahren feierten diesen Tag als Mabon, als das große Innehalten vor der dunklen Jahreshälfte und sie taten das nicht aus Aberglauben, sondern aus dem Wissen um das hermetische Gesetz von Rhythmus und Schwingung, dem alles Leben folgt (alles ist Energie, Frequenz und Schwingung. Alles befindet sich im permanenten Fluss, dass Leben selbst in pure Wandlung). In diesem Zusammenhang liegt in der Tagundnachtgleiche eine tiefe Botschaft, – Gleichgewicht ist kein Zustand, sondern ein Moment. Er wird erreicht und sofort wieder verlassen und trotzdem ist er der Maßstab für alles, was danach kommt. Von hier an wird die Nacht länger als der Tag und die Natur zieht ihre Kraft zurück in die Wurzel. Für uns bedeutet diese Energiequalität eine Einladung nach innen, hin zu dem, was im Verborgenen wächst. Und weil die Sonne nun in der Waage steht, geschieht diese Innenwendung nicht allein, sondern in Beziehung, denn die Waage ist das Zeichen des Du. Wir erkennen uns in diesen Wochen besonders deutlich an den Menschen, die uns begegnen. Was uns an einem anderen stört, trägt fast immer eine Auskunft über uns selbst. Wie innen, so außen. Die äußere Welt ist immer ein Spiegel unserer inneren Welt.

Der Vollmond am 26. September

So erreicht der Vollmond am 26. September um 18:49 Uhr seinen Höhepunkt und die Sonne steht dabei in der Waage, während der Mond ihr genau gegenüber im Widder steht. Damit spannt sich diese Energiequalität über die Achse von Ich und Du, von Durchsetzung und Ausgleich, von Alleingang und Miteinander. Der Widder-Mond will handeln, aufbrechen und das sofort, während die Waage-Sonne abwägt, vermittelt und den Frieden sucht und zwischen diesen beiden Polen entsteht in diesen Tagen eine spürbare Spannung. Ein Vollmond ist immer ein Höhepunkt und eine Vollendung und auf dieser Achse zeigt er uns mit ungewöhnlicher Klarheit, wo wir uns in Beziehungen zu weit verbogen haben und wo wir umgekehrt zu wenig Rücksicht genommen haben. Beides kann in diesen Tagen an die Oberfläche treten. Diesbezüglich sind Konflikte in dieser Zeit kein Unglück, sondern eine Auskunft, denn sie zeigen genau dort hin, wo etwas zu lange unausgesprochen geblieben ist. Sprecht es aus, aber sprecht es in Liebe.

Am 28. September wechselt Mars in den Löwen

Nun, kurz vor dem Monatsende verlässt Mars das Zeichen Krebs und wechselt in den Löwen und das ist eine spürbare Erleichterung. Mars (der Planet des Antriebs, des Willens und der Durchsetzungskraft) fühlt sich im Krebs nie ganz wohl, denn dort wird seine Kraft weich, indirekt und manchmal auch verstimmt. Im Löwen dagegen findet er ein Feuerzeichen, in dem er atmen kann. Aus diesem Grund kehren in diesen Tagen Mut, Lebensfreude und Schaffenskraft zurück und viele von uns werden bemerken, dass Vorhaben, die wochenlang im Sand steckten, plötzlich wieder Fahrt aufnehmen. Der Löwe-Mars handelt aus dem Herzen heraus, großzügig, warm und sichtbar und er schenkt uns die Kraft, etwas zu beginnen, worauf wir wirklich stolz sein können. Die Schattenseite dieser Energiequalität liegt in die Selbstbezogenheit, denn wo der Löwe ungeprüft regiert, wird aus Strahlkraft schnell Geltungsdrang. Wer das bemerkt, kann es leicht ausgleichen, indem er die eigene Kraft in den Dienst von etwas Größerem stellt.

Am 30. September wechselt Merkur in den Skorpion

Letztendlich schließt der Monat mit einer Bewegung, die schon auf den Oktober vorausweist, denn am dreißigsten September wechselt Merkur in den Skorpion. Unser Denken taucht damit in die Tiefe, wird forschend, durchdringend und misstrauisch gegenüber allem Oberflächlichen. Der Skorpion-Merkur gibt sich mit einer freundlichen Antwort nicht zufrieden, er will wissen, was wirklich dahintersteckt, und genau diese Qualität ist in Zeiten der Entschleierung ein Geschenk. In den kommenden Wochen fällt es uns leichter, Widersprüche zu bemerken, Halbwahrheiten zu erkennen und einer Sache auf den Grund zu gehen. Die Kehrseite ist ein Denken, das sich festbeißen kann, weshalb es sich lohnt, das Grübeln von der echten Erkenntnis zu unterscheiden.

Fazit für den Monat

Am Ende des Tages trägt der September 2026 eine klare Bewegung in sich, – von der Ordnung in die Begegnung, vom Einzelnen zum Miteinander, vom Licht in die zunehmende Dunkelheit (nicht im negativen Sinne versteht sich – Eine Wiederkehr in verborgene Muster und Themen). Der Monat beginnt damit, dass wir unser eigenes Feld sortieren und er endet damit, dass wir uns im anderen begegnen. Dazwischen liegen mit dem rückläufigen Uranus, dem Wechsel der Lilith und der Rückkehr des Chiron drei Bewegungen, die weit über diese vier Wochen hinaus wirken werden und alle drei zeigen in dieselbe Richtung: nach innen. In einer Zeit, in der die äußere Welt lauter wird als je zuvor, ist genau das die eigentliche Aufgabe. Aus diesem Grund lohnt es sich, in diesem Monat weniger zu reagieren und mehr zu betrachten, weniger zu erklären und mehr zu spüren. Der kollektive Prozess, in dem wir uns alle befinden, schreitet unaufhaltsam voran und er tut es nicht durch die großen Ereignisse, über die berichtet wird, sondern durch das, was in Millionen von Herzen still geschieht. Was das betrifft, sind die drei nach innen gerichteten Bewegungen dieses Monats kein Zufall und keine Verlangsamung, sondern ein Angebot. Die Zeitqualität schenkt uns eine Atempause zwischen der Intensität des Sommers und dem, was in den letzten Monaten dieses Jahres noch auf uns wartet. Wer diese Pause nutzt, wird gestärkt aus ihr hervorgehen. Wer sie überhört und weiter im alten Tempo läuft, wird sie später als Erschöpfung wiederfinden, denn das Leben stellt uns dieselbe Aufgabe so lange, bis wir sie annehmen. Bedenkt immer, dass wir mit dem kollektiven Geist verbunden sind und dass jede innere Ordnung, die ein einzelner Mensch herstellt, in das gemeinsame Feld einströmt. Erst wenn wir uns selbst heilen, heilen wir die Welt. Aus diesem Grund ist es auch so unglaublich wichtig, dass wir lernen unsere Herzen zu öffnen und Liebe unser Feld lassen. Denn je mehr Liebe unser Sein durchdringt, desto mehr Liebe erreicht das kollektive Feld und wandelt dieses. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂

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Abschließende Worte

Ihr Lieben, nehmt diesen September als das, was er ist, nämlich als eine Zeit des Sortierens und des Sich-Begegnens. Ordnet, was geordnet werden will, und lasst gehen, was seine Zeit hatte, denn die dunkle Jahreshälfte trägt nur das gut, was wirklich zu uns gehört. Und wenn euch in diesen Wochen ein Mensch besonders herausfordert, dann schaut ruhig zweimal hin, denn er zeigt euch etwas, das ihr allein nicht sehen könntet. Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂

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Alle Wirklichkeiten sind im eigenen heiligen Selbst eingebettet. Das Selbst ist der göttliche Urgrund, die Quelle, der Weg, die Wahrheit und das Leben. Alles ist eins und eins ist alles. - Das höchste Selbstbild!

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