Mit dem dritten Auge ist im Grunde genommen ein inneres Auge gemeint, sprich die Fähigkeit, immaterielle Strukturen und höheres Wissen unmittelbar wahrzunehmen. In der Chakren-Lehre wird das dritte Auge mit dem Stirnchakra gleichgesetzt und steht somit für Weisheit, Erkenntnis und intuitive Klarheit. Ein geöffnetes drittes Auge bezieht sich dabei auf die Aufnahme jenes höheren Wissens, das uns aus dem geistigen Urgrund heraus zuteil wird, und je tiefer wir uns mit dem immateriellen Universum verbinden, desto klarer treten uns die wahren Zusammenhänge des Seins vor das innere Auge. Im folgenden Beitrag schauen wir uns an, was das dritte Auge genau ist, was seine Öffnung verhindert und auf welche Weise wir es wieder zum Erblühen bringen können.
Das innere Auge unserer Wahrnehmung
Unsere physischen Augen nehmen die materielle Welt wahr, doch das dritte Auge ist von einer ganz anderen Natur, denn es schaut nach innen und erfasst die feinstofflichen Ebenen, die sich hinter der sichtbaren Oberfläche der Dinge verbergen. So gesehen ist es ein Wahrnehmungsorgan unseres Geistes, das uns befähigt, höheres Wissen zu empfangen, geistige Zusammenhänge intuitiv zu deuten und die Sprache der Synchronizitäten zu lesen. Wenn ein Mensch sich intensiv mit den tieferen Wahrheiten des Daseins auseinandersetzt, immer wieder Erkenntnisse und Erleuchtungen erfährt und dabei zunehmend den Urgrund der geistigen Ordnung erspürt, dann öffnet sich nach und nach dieses innere Auge. Es ist kein Zufall, dass gerade in unserer heutigen Zeit, in der die kollektive Frequenz spürbar ansteigt, immer mehr Menschen diese feinere Wahrnehmung in sich erwachen spüren, denn der gegenwärtige Aufstiegsprozess weckt schlummernde geistige Fähigkeiten, die lange Zeit verschüttet lagen.
Der Sitz des dritten Auges und die Zirbeldrüse
Auf der körperlichen Ebene wird dem dritten Auge die Zirbeldrüse zugeordnet, jenes kleine, lichtempfindliche Organ in der Mitte unseres Kopfes, das seit jeher als Tor zwischen der materiellen und der geistigen Welt gilt. Genau hier liegt jedoch eine der größten Hürden unserer Zeit, denn zahlreiche Umwelteinflüsse und Nahrungsgifte trüben unseren Geist und führen zu einer Verkalkung der Zirbeldrüse (man denke an Fluoride, an tote, denaturierte Nahrung und an die ständige Reizüberflutung durch Bildschirme und künstliche Felder). All diese Faktoren schmälern unsere intuitiven Fähigkeiten und legen einen Schleier über unsere feinstoffliche Wahrnehmung. Wer sein drittes Auge öffnen möchte, beginnt daher ganz natürlicherweise damit, den eigenen Tempel zu reinigen, sich ursprünglich zu ernähren, reines Quellwasser zu trinken und sich immer wieder der heilsamen Frequenz der Natur auszusetzen. Die Sonne, deren Licht über die Augen auf die Zirbeldrüse wirkt, ist dabei ein wertvoller Verbündeter, ebenso wie die Stille und die bewusste Hinwendung nach innen.
Konditionierungen verschließen unseren Geist
Neben den körperlichen Einflüssen gibt es eine zweite, ebenso machtvolle Ursache, die unser inneres Auge verschlossen hält, und das sind die tief in unserem Unterbewusstsein verankerten Konditionierungen und Programmierungen. Sie führen dazu, dass wir urteilend durch das Leben gehen und all jene Dinge belächeln, die nicht unserem ererbten und anerzogenen Weltbild entsprechen. Mit jedem vorschnellen Urteil jedoch untergraben wir unseren eigenen Horizont, grenzen unsere geistigen Fähigkeiten ein und verschließen uns selbst die Tür zu höherem Wissen. Erst wenn wir beginnen, das scheinbar Abstrakte nicht mehr abzuwerten, sondern es offen und sachlich zu hinterfragen, beide Seiten einer Medaille zu studieren und mit unserem intuitiven Verstand zu arbeiten, weitet sich unser Bewusstsein und das dritte Auge kann sich Stück für Stück öffnen. Wie innen, so außen: Ein klarer, von Urteilen befreiter Geist erschafft eine klarere und tiefere Sicht auf die Wirklichkeit. Jedes losgelassene Urteil, jede überwundene Programmierung ist daher zugleich ein kleiner Schlüssel, der eine weitere Kammer unserer inneren Wahrnehmung aufschließt und uns dem ursprünglichen, weiten Bewusstsein wieder ein Stück näher bringt.
Den Weg der inneren Öffnung gehen
Die Öffnung des dritten Auges ist letztlich kein technischer Akt, sondern ein ganzheitlicher Reifungsprozess, in dem sich Körper, Geist und Seele gemeinsam klären. Stille und Meditation spielen dabei eine zentrale Rolle, denn in der Ruhe legt sich der Lärm der Gedanken und das feine, leise Wissen unseres Inneren kann an die Oberfläche treten. Ebenso hilft uns die bewusste Hinwendung zur Wahrheit, das ehrliche Hinterfragen der eigenen Glaubenssysteme und die Bereitschaft, gewohnte Denkmuster loszulassen. Je reiner unser inneres Gefäß wird und je mehr wir uns dem göttlichen Urgrund öffnen, desto klarer empfangen wir jenes höhere Wissen, das ohnehin in jedem Augenblick um uns und in uns gegenwärtig ist. Wer diesen Weg geht, wird mit der Zeit feststellen, dass sich seine gesamte Wahrnehmung des Lebens wandelt und vertieft, dass Zusammenhänge sich wie von selbst offenbaren und dass das Vertrauen in die eigene innere Führung beständig wächst. Auf diese Weise wird das dritte Auge zu einem stillen, treuen Begleiter, der uns hilft, das Leben nicht mehr nur mit den äußeren Augen, sondern mit dem Herzen und dem erwachten Geist zu betrachten.
Das dritte Auge ist somit ein wunderbares Sinnbild dafür, dass wir die Schöpfer unserer eigenen Wirklichkeit sind, denn so wie wir innerlich schauen, so erschließt sich uns die Welt. Wer diesen Zusammenhang vertiefen möchte, dem sei unser Beitrag Wir sind die Schöpfer unserer eigenen Realität ans Herz gelegt.
Abschließende Worte
Das Erwachen des dritten Auges gehört zu den schönsten Geschenken auf dem Weg unseres geistigen Wachstums, denn mit ihm öffnet sich uns eine Wahrnehmung, die weit über das Sichtbare hinausreicht und uns mit dem feinstofflichen Gewebe der Schöpfung verbindet. Lasst uns daher unseren Geist reinigen, unsere Urteile loslassen und uns mutig der Wahrheit zuwenden, denn das innere Auge will von uns gelebt und nicht länger verschlossen gehalten werden. Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂




