Die gesamte Schöpfung mitsamt all ihren sichtbaren und unsichtbaren Ebenen wird von sieben universellen Gesetzmäßigkeiten (den alten hermetischen Prinzipien) durchdrungen, die zu jeder Zeit und an jedem Ort auf alles Existierende einwirken. Kein Wesen, kein Gedanke und kein materieller Zustand kann sich diesen kraftvollen Gesetzen entziehen, denn sie prägen jeglichen schöpferischen Ausdruck und bilden somit die Spielregeln unseres Daseins. Das erste und zugleich höchste dieser Prinzipien wird dabei als das Prinzip des Geistes (auch Prinzip des Mentalismus genannt) bezeichnet. Es besagt, dass das All Geist ist, sprich dass alles, was wir wahrnehmen, erfahren und erschaffen, seinen Ursprung im Bewusstsein findet. Was es mit diesem fundamentalen Gesetz genau auf sich hat und wie wir es bewusst für ein Leben in Harmonie nutzen können, erfahrt ihr in den folgenden Abschnitten.
Das All ist Geist: Alles entsteht aus Bewusstsein heraus

Wir sind die Schöpfer unserer eigenen Realität
Da unsere gesamte Wirklichkeit aus dem Geiste hervorgeht, stellt ein jeder Mensch im Kern auch einen machtvollen Schöpfer seiner eigenen gegenwärtigen Realität dar. Alles, was wir jemals in unserem Leben erschaffen, gestaltet oder verändert haben, wurde zuerst auf gedanklicher Ebene erdacht, bevor es anschließend auf materieller Ebene realisiert bzw. manifestiert werden konnte. Genau so sind auch diese Worte, die ihr gerade lest, ausschließlich auf mein eigenes gedankliches Spektrum zurückzuführen: Zuerst wurden die einzelnen Sätze und Passagen von mir erdacht und anschließend niedergeschrieben, wodurch ein Gedanke den Weg in die physische Welt gefunden hat. Und so funktioniert das gesamte Leben, denn jede begangene Handlung (sei sie noch so klein) entspringt immer zuerst einem Gedanken, einer inneren Vorstellung, einem geistigen Impuls. Aus diesem Grund besitzen wir auch die einzigartige Fähigkeit, unsere Realität nach Belieben selbst zu gestalten: Wir können uns aussuchen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, welche Gedanken wir nähren und wie wir mit dem Erfahrenen umgehen. Wer noch tiefer in diese Thematik eintauchen möchte, dem lege ich an dieser Stelle den Artikel Wir sind die Schöpfer unserer eigenen Realität ans Herz.
Der göttliche Urgrund: Gott ist allgegenwärtiges Bewusstsein
Letztendlich führt uns das Prinzip des Geistes auch zu einem vollkommen neuen (bzw. im Grunde uralten) Gottesverständnis. So stellen sich manche Menschen Gott noch immer als eine materielle, dreidimensionale Figur vor, sprich als eine gigantische göttliche Person, die irgendwo außerhalb des Universums thront und über uns richtet. Doch Gott ist keine Person, sondern vielmehr ein allgegenwärtiges, bewusstes Wirkungsfeld, ein unendliches Bewusstsein, das sämtliche materiellen und immateriellen Zustände durchdringt und sich in Form von Inkarnation (der Geist verkörpert sich in der Materie) individualisiert und selbst erfährt. Aus diesem Grund ist der göttliche Urgrund auch niemals abwesend, sondern permanent präsent und drückt sich in allem aus, was existiert: in jedem Menschen, in jedem Tier, in jeder Pflanze und in jedem noch so kleinen Teilchen. Dessen müssen wir uns nur wieder bewusst werden. Was das gegenwärtige Chaos auf unserem Planeten betrifft, so ist dieses folglich auch auf Menschen zurückzuführen, die aus einem energetisch dichten, sprich niederen Bewusstseinszustand heraus agieren und dadurch Disharmonie anstatt Frieden erschaffen. Am Ende des Tages sind wir jedoch alle selbst dafür verantwortlich, aus welchem Geisteszustand heraus wir handeln, und genau hierin liegt zugleich unsere größte Chance, denn ein Wandel im Innern verändert unweigerlich auch das Außen.
Das Prinzip des Geistes bewusst im Alltag nutzen
Nun denn, wie können wir dieses machtvolle Wissen konkret in unser Leben integrieren? Der erste Schritt besteht darin, uns unserer eigenen Gedankenwelt überhaupt erst einmal bewusst zu werden, denn die meisten Gedanken laufen tagein, tagaus vollkommen automatisch ab (alte Programmierungen, übernommene Glaubenssätze, mentale Muster). Beginnen wir daher damit, unsere Gedanken liebevoll zu beobachten: Welche Qualität besitzen sie? Richten sie sich auf Mangel, Angst und Begrenzung oder auf Fülle, Vertrauen und neue Möglichkeiten? Da jeder Gedanke eine eigene Frequenz besitzt, die unaufhörlich in unser eigenes Feld und ebenso in das kollektive Feld einströmt, verändert bereits eine kleine bewusste Umlenkung unserer Aufmerksamkeit die gesamte Energiequalität unseres Tages. Hilfreich sind dabei tägliche Momente der Stille (Meditation, ein bewusster Spaziergang in der Natur, einige tiefe Atemzüge am Morgen), in denen wir unseren Geist klären und neu ausrichten. Ebenso kraftvoll wirkt unsere Vorstellungskraft: Indem wir uns einen gewünschten Zustand (zum Beispiel ein harmonisches Gespräch oder einen gelungenen Tag) bereits im Geiste lebendig ausmalen, legen wir den energetischen Grundstein für dessen Verwirklichung. Geist besitzt nämlich die Gabe der ständigen Expansion: Unser Bewusstsein ist raumzeitlos und unendlich, weshalb sich unsere Realität mit jeder einzelnen Erfahrung (selbst mit dem Lesen dieses Artikels) unaufhörlich erweitert.
Abschließende Worte
Das Prinzip des Geistes bildet das Fundament aller weiteren universellen Gesetzmäßigkeiten, denn aus ihm gehen sämtliche anderen Prinzipien (etwa das Prinzip der Entsprechung oder das Gesetz von Ursache und Wirkung) hervor. Einen umfassenden Überblick über alle sieben Gesetze findet ihr übrigens in dem Artikel Die 7 universellen Gesetzmäßigkeiten und ihre massiven Auswirkungen. Lasst uns daher von nun an mehr denn je darauf achten, welche Gedanken wir Tag für Tag in die Welt aussenden, denn unser Geist ist und bleibt unser mächtigstes Schöpfungswerkzeug. Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂


