Wenn wir einen wahrhaft klaren, weiten und freien Geist erlangen möchten, dann führt kaum ein Weg daran vorbei, uns Schritt für Schritt von unseren eigenen Vorurteilen zu befreien, denn ein jeder von uns wird im Laufe seines Lebens auf die eine oder andere Weise immer wieder mit den eigenen inneren Vorurteilen konfrontiert, und nur allzu oft sind Ausgrenzung, Trennung und schmerzhafter Konflikt die bittere Folge daraus. Doch für uns selbst tragen diese Urteile keinerlei wahren Nutzen in sich, im Gegenteil, sie begrenzen unser eigenes Bewusstsein und beschweren unser ganzes Feld.

Der innere Anteil, der vorschnell urteilt
Dabei dürfen wir verstehen, dass nicht wir in unserem wahren Wesen es sind, die urteilen, sondern jener verstandesbetonte Anteil in uns, den wir als das Ego bezeichnen können. Dieser Anteil ist kein Feind, den es zu bekämpfen oder loszuwerden gilt, sondern ein Teil unserer menschlichen Natur, der aus Angst, aus Unsicherheit und aus alten Konditionierungen heraus nach Trennung und Bewertung greift. Wenn wir liebevoll erkennen, dass es lediglich dieser ängstliche, urteilende Aspekt ist, der hier spricht, dann können wir ihm sanft begegnen, ihn beruhigen und ihm zeigen, dass wir nicht länger aus der Trennung, sondern aus der Verbundenheit heraus leben möchten. Wer dieses Zusammenspiel tiefer verstehen möchte, dem sei ans Herz gelegt, einmal zu betrachten, wie das Ego unsere wahre menschliche Natur unterdrücken kann.
Wie ein offener Geist die Welt verändert

Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg

Eine kleine Übung für den Alltag
Wer das Loslassen der Vorurteile ganz praktisch üben möchte, dem sei eine einfache, stille Übung ans Herz gelegt. Sobald wir bemerken, dass in uns ein Urteil aufsteigt, dürfen wir kurz innehalten, einmal bewusst durchatmen und uns sanft fragen, ob wir diesen Menschen oder diese Sache wirklich kennen oder ob hier nur ein altes, anerzogenes Muster spricht. Allein dieses kurze Innehalten schafft einen Raum, in dem wir uns neu entscheiden können, nämlich für Offenheit statt für Bewertung. Mit der Zeit wird aus diesen kleinen Momenten eine neue, liebevolle Grundhaltung, und wir merken, wie viel leichter und freier sich das Leben anfühlt, wenn wir aufhören, es ständig in richtig und falsch einzuteilen. So wird die innere Arbeit am eigenen Geist zu einer stillen Quelle tiefer Gelassenheit.
Im folgenden Video wird dieses Thema auf eine schöne, ergänzende Weise vertieft, eine wertvolle Anregung für alle, die ihren Geist weiter öffnen möchten.
Abschließende Worte
Ein offener, vorurteilsfreier Geist ist keine Frage von Anstrengung, sondern eine Frage der inneren Haltung, denn sobald wir den urteilenden Anteil in uns mit Liebe statt mit Härte betrachten, verliert er seine Macht über uns. Schenken wir den Menschen um uns herum jene Akzeptanz, die wir uns selbst wünschen, und wir werden erleben, wie sich unser eigenes Bewusstsein weitet und unser ganzes Sein leichter und lichtvoller wird. Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂


