Artikel zuletzt aktualisiert am 7. Juni 2026Inhalt geprüft und überarbeitet
Das Prinzip von Ursache und Wirkung (häufig auch als Karma bezeichnet) gehört ebenfalls zu den sieben universellen Gesetzmäßigkeiten und wirkt in sämtlichen Bereichen unseres Lebens unentwegt auf uns ein, denn all unsere täglichen Handlungen, Begegnungen und Erlebnisse sind letztlich die konsequenten Folgen dieses machtvollen Gesetzes. Wer diese Gesetzmäßigkeit versteht und bewusst nach ihr handelt, kann sein gegenwärtiges Leben in eine deutlich erkenntnisreichere und harmonischere Richtung lenken, denn durch das Prinzip von Ursache und Wirkung wird verständlich, warum kein Zufall existieren kann und warum jede Ursache eine Wirkung und jede Wirkung eine entsprechende Ursache besitzt. Was genau es damit auf sich hat und wie wir dieses Wissen für uns nutzen können, erfahrt ihr in den folgenden Abschnitten.
Einfach ausgedrückt besagt dieses Prinzip, dass jede existierende Wirkung eine entsprechende Ursache birgt und dass umgekehrt jede Ursache unweigerlich eine Wirkung erzeugt. Nichts im Leben geschieht ohne Grund, und genau so, wie in diesem unendlichen Moment alles ist, so soll es auch sein. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls klar, warum es keinen Zufall geben kann, denn der Zufall ist im Grunde genommen nur ein Konstrukt unseres begrenzten Verstandes, sprich eine bequeme Erklärung für Geschehnisse, deren tiefere Ursache wir schlichtweg noch nicht ergründet haben. Jede Begegnung, jede Erfahrung und jede erfahrene Wirkung ist und bleibt jedoch das Resultat schöpferischen Bewusstseins. Genau so verhält es sich übrigens auch mit dem sogenannten Glück: Im Kern gibt es kein Glück, das uns willkürlich widerfährt, sondern wir selbst sind dafür verantwortlich, ob wir Glück, Freude und Licht oder aber Unglück, Leid und Dunkelheit in unser Leben ziehen, denn wir betrachten die Welt stets aus unserer eigenen inneren Grundeinstellung heraus.
Der Gedanke ist die Ursache einer jeden Wirkung
Da die gesamte Existenz ein Ausdruck des Geistes ist (alles besteht und entsteht aus Bewusstsein, wie wir es bereits in dem Artikel über das Prinzip des Geistes beleuchtet haben), entsteht auch jede materielle Wirkung immer zuerst auf geistiger Ebene. Gehen wir beispielsweise gleich spazieren, dann tun wir das ausschließlich aufgrund unserer gedanklichen Vorstellungskraft: Zuerst wird die Handlung erdacht, sprich auf immaterieller Ebene vorgestellt, und anschließend durch die Ausführung physisch manifestiert. Niemand geht zufällig spazieren, denn alles in Existenz besitzt einen Grund, eine geistige Erstursache. Alles, was wir jemals in unserem Leben erschaffen haben, existierte zuerst in unseren Gedanken, bevor wir es auf materieller Ebene realisierten. Unsere Gedanken besitzen dabei eine ungeheure Kraft, denn sie unterliegen keinerlei physischen Begrenzungen: Wir können uns jeden Ort zu jeder Zeit vorstellen und in Sekundenschnelle ganze Welten in unserem Geiste erschaffen, da Raum und Zeit auf die lichte Schwingung der Gedankenenergie nicht einwirken. Der Gedanke ist somit die Ursache einer jeden Wirkung, und genau hierin liegt unsere wahre Schöpferkraft verborgen.
Wir sind für unser eigenes Schicksal selbst verantwortlich
Aus alledem ergibt sich eine ebenso unbequeme wie zutiefst befreiende Wahrheit: Wir selbst sind die Träger unseres Schicksals und für unsere Gedankengänge sowie die daraus entstehenden Handlungen vollkommen selbst verantwortlich. Geht es uns schlecht, dann haben wir (meist unbewusst) zugelassen, dass unsere Gedanken mit negativen Emotionen beseelt und anschließend realisiert wurden, und da Gedankenenergie zugleich dem Gesetz der Resonanz unterliegt, ziehen wir dadurch stets Energie der gleichen Intensität in unser Leben. Viele Menschen glauben in diesem Zusammenhang, dass Gott für ihr Leid verantwortlich sei bzw. dass Gott sie für ihre Sünden bestrafe, doch in Wahrheit werden wir niemals für unsere Taten bestraft, sondern durch unsere eigenen Taten. Wer beispielsweise Gewalt in seinem Geiste legitimiert, wird zwangsläufig vermehrt mit Gewalt konfrontiert, während ein zutiefst dankbarer Mensch auch immer mehr Dankbarkeit in seinem Leben erfahren wird. Ein anschauliches Alltagsbeispiel ist die Begegnung mit einer Biene: Werden wir panisch, dann strahlen wir eine energetische Dichte (Angst) aus, die das überaus feinfühlige Tier als Bedrohung wahrnimmt, woraufhin es gegebenenfalls zusticht. Nicht die Biene oder das vermeintliche Pech sind dann die Ursache, sondern unsere eigene innere Reaktion auf den Moment.
Das karmische Spiel: Vom Reagieren zum bewussten Erschaffen
Solange wir unsere niederen Denkmuster (sprich unsere negativen Egoanteile wie Wut, Neid oder Schuldzuweisung) unbewusst gewähren lassen, halten sie uns im karmischen Spiel des Lebens gefangen, denn niedere Empfindungen blenden unseren Geist und verhindern die Einsicht, dass wir die Ursache unseres Leidens selbst erschaffen. Anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, dürfen wir diese Anteile daher liebevoll erkennen und Schritt für Schritt läutern. Werden wir beispielsweise von jemandem beleidigt, dann können wir selbst entscheiden, ob wir darauf eingehen oder nicht: Wir können uns angegriffen fühlen und damit eine neue negative Ursache setzen, oder wir wandeln unsere Einstellung, urteilen nicht über das Gesagte und schöpfen sogar Kraft daraus, indem wir dankbar dafür sind, die lehrreiche Dualität dieser Welt in all ihren Facetten erfahren zu dürfen. Es hängt einzig von unserer eigenen gedanklichen Schöpferkraft, von unserer Grundfrequenz ab, ob wir negative oder positive Ursachen und Wirkungen in unser Leben ziehen. Kontinuierlich erschaffen wir durch unsere Gedankenkraft eine neue Realität, und sobald wir uns dessen wieder bewusst werden, können wir ganz gezielt positive Ursachen setzen und somit ein Leben voller Harmonie, Liebe und Erkenntnis gestalten.
Abschließende Worte
Zum Abschluss möchte ich euch noch eine alte Weisheit mit auf den Weg geben, die das Prinzip von Ursache und Wirkung wunderbar verdichtet:
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er bestimmt dein Schicksal.
Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂
Alle Wirklichkeiten sind im eigenen heiligen Selbst eingebettet. Das Selbst ist der göttliche Urgrund, die Quelle, der Weg, die Wahrheit und das Leben. Alles ist eins und eins ist alles. - Das höchste Selbstbild!
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