Alles, was existiert, besteht und entsteht aus dem Bewusstsein heraus, denn das Bewusstsein und die daraus hervorgehenden Gedankengänge prägen unser gesamtes Umfeld und sind für die fortwährende Erschaffung und Veränderung unserer allgegenwärtigen Realität maßgeblich verantwortlich. Ohne das Bewusstsein und ohne Gedanken könnte kein Lebewesen existieren, denn kein einziger Mensch wäre in der Lage, etwas zu erschaffen, geschweige denn überhaupt zu sein, und so stellt das Bewusstsein die eigentliche Grundlage unserer Existenz dar und übt einen gewaltigen Einfluss auf die kollektive Wirklichkeit aus. Doch was genau ist eigentlich Bewusstsein, warum ist es immaterieller Natur, weshalb herrscht es über alle materiellen Zustände und aus welchem Grund ist es dafür verantwortlich, dass alles in der Existenz miteinander verbunden ist?
Was ist Bewusstsein?
Das Bewusstsein ist immaterieller Natur und steht damit noch vor aller Materie, denn die Materie ist letztlich nichts anderes als verdichtete Energie, die erst durch das Bewusstsein ihre Form und ihren Sinn erhält. Geist herrscht über Materie, und genau deshalb ist es das Bewusstsein, das die sichtbare Welt formt, und niemals umgekehrt. Wir Menschen neigen dazu, uns für ein zufälliges Produkt biochemischer Vorgänge zu halten, doch in Wahrheit verhält es sich genau andersherum, denn unser Körper und die gesamte materielle Welt sind ein Ausdruck des Bewusstseins, das sich seiner selbst gewahr wird. Das Bewusstsein lässt sich nicht im Gehirn lokalisieren, so wie sich eine Sendung nicht im Radiogerät befindet, sondern lediglich von ihm empfangen wird, und genau in diesem Bild liegt ein tiefes Verständnis verborgen. Das Gehirn ist nicht der Erzeuger des Bewusstseins, sondern vielmehr ein Empfänger und Vermittler, durch den sich das Bewusstsein in der materiellen Welt ausdrücken kann. Diese Erkenntnis stellt unser gewohntes Weltbild vollständig auf den Kopf, denn sie zeigt, dass das Bewusstsein nicht aus der Materie entsteht, sondern dass die Materie umgekehrt im Bewusstsein gründet, so wie ein Traum im Geiste des Träumenden gründet. Wer dieses grundlegende Prinzip in seiner ganzen Tiefe ergründen möchte, dem sei der Artikel Universelle Gesetzmäßigkeiten – Das Prinzip des Geistes ans Herz gelegt.
Warum wir alle miteinander verbunden sind
Da im Kern alles aus dem einen Bewusstsein hervorgeht, sind wir Menschen auf einer tiefen, immateriellen Ebene allesamt miteinander verbunden, denn wir sind keine voneinander getrennten Inseln, sondern Wellen desselben großen Ozeans. Alles ist eins und eins ist alles, und unser individuelles Bewusstsein ist letztlich ein Aspekt jenes einen, alles durchdringenden Bewusstseins, aus dem die gesamte Schöpfung entspringt. Diese Verbundenheit ist der Grund, warum unsere Gedanken und Gefühle niemals nur uns selbst betreffen, sondern unaufhörlich in das kollektive Feld einströmen und dort ihre Wirkung entfalten. Jeder lichtvolle Gedanke, den wir hegen, hebt nicht nur unsere eigene Schwingung, sondern trägt zur Schwingung des gesamten Kollektivs bei, und genau hierin liegt eine gewaltige Verantwortung, aber auch eine wunderbare Macht. Es bedeutet, dass wir mit jedem inneren Wandel, den wir an uns selbst vollziehen, zugleich einen feinen, aber realen Beitrag zur Heilung des großen Ganzen leisten, denn nichts, was wir in unserem Inneren bewegen, bleibt ohne Wirkung auf das gemeinsame Feld. Wie sehr unser innerer Zustand unsere Schwingung von Augenblick zu Augenblick formt, lässt sich im Artikel Warum ein Mensch permanent seine Schwingungsfrequenz wechselt vertiefen, denn er beleuchtet die unmittelbare Wirkung unserer Gedanken auf das gemeinsame Feld.
Erkenntnisse mutiger Bewusstseinsforscher
Einige dieser tiefen Zusammenhänge wurden auf einem Quantica-Kongress im Jahre 2013 von verschiedenen Bewusstseinsforschern beleuchtet, die in ihren Vorträgen ihre jeweiligen Erkenntnisse vorstellten. So präsentierte der Biologe Dr. Rupert Sheldrake seine Theorie der morphogenetischen Felder, die Phänomene wie Telepathie und Hellsichtigkeit verständlich macht und aufzeigt, dass Lebewesen über unsichtbare Felder miteinander in Verbindung stehen. Der Psychologe Dr. Roger Nelson vom Global Consciousness Project legte dar, welchen messbaren Effekt das kollektive Bewusstsein auf scheinbare Zufallsprozesse ausübt, und gelangte zu der festen Überzeugung, dass das Bewusstsein eines jeden Menschen auf einer immateriellen Ebene mit allen anderen verbunden ist. Und der holländische Kardiologe Dr. Pim van Lommel zeigte anhand seiner viel beachteten Studie zu Nahtoderfahrungen auf, dass das Bewusstsein den Tod des Körpers überdauert und weder an Ort noch an Zeit gebunden, sprich raumzeitloser Natur ist. Diese Erkenntnisse bestätigen das, was die alten Weisheitslehren seit jeher wussten, und bilden eine wertvolle Brücke zwischen geistigem Wissen und der forschenden Annäherung an dieses große Mysterium.
Der Kongress im Überblick
Es handelt sich um einen überaus aufschlussreichen Kongress, den man sich unbedingt einmal in Ruhe anschauen sollte, denn er führt auf eindrückliche Weise vor Augen, wie sich das uralte Wissen um die Einheit allen Seins und die forschende Betrachtung des Bewusstseins einander annähern. Was hier in verschiedenen Vorträgen zusammengetragen wurde, fügt sich zu einem stimmigen Bild, das uns daran erinnert, dass wir weit mehr sind als ein vergänglicher Körper und dass unser Bewusstsein Teil von etwas Unermesslichem ist. Je tiefer wir uns mit diesen Zusammenhängen befassen, desto klarer wird, dass das Mysterium des Bewusstseins zugleich das Mysterium unseres eigenen Wesens ist, und dass die Frage nach dem Bewusstsein letztlich die Frage danach ist, wer wir in Wahrheit sind. Wer sich diesem Mysterium mit einem offenen Herzen nähert, wird feststellen, dass die Antworten nicht allein im äußeren Forschen liegen, sondern vor allem in der eigenen inneren Erfahrung, denn das Bewusstsein lässt sich am tiefsten dort erkennen, wo wir es unmittelbar sind.
Abschließende Worte
Das Bewusstsein ist das große Mysterium, das allem zugrunde liegt, und in dem Maße, in dem wir erkennen, dass wir alle aus der einen Quelle hervorgehen und auf tiefster Ebene miteinander verbunden sind, beginnt sich unser Verhältnis zur Welt und zu uns selbst grundlegend zu wandeln. Wir sind niemals getrennt, weder voneinander noch vom göttlichen Urgrund, und diese Erkenntnis trägt die Kraft in sich, die Welt zu heilen, denn erst wenn wir uns selbst als Teil des Ganzen erkennen, handeln wir auch aus dieser Einheit heraus. Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂



