Die heilige Geometrie, die in alten Überlieferungen auch als hermetische Geometrie bezeichnet wird, beschäftigt sich mit den immateriellen Urprinzipien unserer Existenz, sprich mit jenen vollkommenen Mustern und Ordnungen, die der gesamten Schöpfung zugrunde liegen. Eines dieser uralten Muster ist die Blume des Lebens, ein Symbol, das aus 19 ineinander verschlungenen Kreisen besteht und seit Jahrtausenden in den verschiedensten Kulturkreisen unserer Welt in Erscheinung tritt. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie dieses kraftvolle Urmuster aufgebaut ist, wo es überall gefunden wurde und warum es bis heute als Symbol der kosmischen Schöpfungsordnung verehrt wird.
Die heilige Geometrie als Sprache der Schöpfung

Der Aufbau aus 19 Kreisen: Samen, Frucht und Würfel
Die Blume des Lebens besteht aus 19 ineinander verschlungenen Kreisen, die von zwei großen Ringen umschlossen werden, und ihre Entstehung folgt dabei einer wunderschönen inneren Logik. Am Anfang steht ein einzelner Kreis (sinnbildlich der erste Impuls der Schöpfung, das ungeteilte Eine). Legen wir einen zweiten Kreis so an, dass sein Mittelpunkt auf der Linie des ersten liegt, entsteht in der Mitte die sogenannte Vesica Piscis, eine mandelförmige Schnittfläche, die seit jeher als Tor der Schöpfung gilt. Setzen wir diesen Vorgang fort, ergeben die ersten sieben Kreise zusammen den Samen des Lebens (ein Muster, das in vielen Traditionen mit den sieben Schöpfungstagen in Verbindung gebracht wird). Aus diesem Samen erwächst durch weitere Kreise schließlich die vollständige Blume und aus ihr wiederum die Frucht des Lebens, ein Muster aus 13 Kreisen, das als empfangender Aspekt der Schöpfung gilt. Verbinden wir die Mittelpunkte dieser 13 Kreise mit geraden Linien, entsteht Metatrons Würfel, jene machtvolle Struktur, in der sämtliche platonischen Körper (Tetraeder, Würfel, Oktaeder, Dodekaeder und Ikosaeder) verborgen liegen. So enthält die Blume des Lebens im Grunde genommen die gesamte Architektur der Schöpfung in einem einzigen Bild.
Ein heiliges Symbol in Tempeln auf der ganzen Welt
Die Blume des Lebens ist eines der ältesten Symbole auf diesem Planeten. Ihre wohl bekannteste und vermutlich älteste Darstellung wurde in Ägypten an den Säulen des Osiris-Tempels von Abydos gefunden und wird auf ein Alter von mehreren tausend Jahren geschätzt. Dasselbe Muster taucht jedoch ebenso in der Verbotenen Stadt in China auf, in indischen und türkischen Tempeln, in alten Klöstern Europas und an unzähligen weiteren heiligen Orten unserer Welt. Allein dieser Umstand ist überaus faszinierend, denn er zeigt, dass Kulturen, die sich (zumindest nach offizieller Lehre) niemals begegnet sein dürften, dasselbe Wissen um die heilige Ordnung in sich trugen. Ähnlich wie die Pyramiden von Gizeh wirft daher auch die weltweite Verbreitung der Blume des Lebens Fragen auf, die bis heute nicht abschließend beantwortet sind. In den alten Kulturen galt sie stets als Symbol des Schutzes, der Unendlichkeit des Seins und des immer wiederkehrenden, unsterblichen Lebens (unsere seelische Präsenz besitzt in diesem Zusammenhang einen unsterblichen Kern, der weder geboren wurde noch jemals vergehen kann). Darüber hinaus repräsentiert sie das ICH BIN, die göttliche Gegenwart in jedem von uns, denn ein jeder Mensch ist im Kern Schöpfer seiner eigenen gegenwärtigen Realität.
Das Abbild unserer ersten acht Urzellen

Die Blume des Lebens im Alltag nutzen
Nun denn, wie können wir dieses uralte Wissen heute für uns nutzen? Im Kern dient uns die Blume des Lebens als Erinnerung an die Urordnung, aus der wir stammen und die in jedem Augenblick in uns wirkt. Viele Menschen tragen das Symbol daher als Schmuck, stellen ihr Trinkwasser auf eine entsprechende Unterlage (Wasser gilt als Informationsträger, der harmonische Ordnungen aufnehmen kann), legen es unter Heilsteine oder betrachten es in der Meditation. Dabei geht es um eine bewusste Ausrichtung des eigenen Geistes: Wer die Blume des Lebens betrachtet, richtet seine Aufmerksamkeit auf Harmonie, Vollkommenheit und Ordnung, und genau diese Qualitäten beginnen daraufhin, sich im eigenen Feld zu entfalten (wie innen, so außen). Auf diese Weise wird das alte Symbol zu einem stillen Begleiter, der uns immer wieder daran erinnert, dass hinter allem Chaos der Welt eine vollkommene Ordnung ruht.
Abschließende Worte
Die Blume des Lebens ist weit mehr als ein schönes Ornament. Sie ist ein Fenster in die feinstoffliche Architektur der Schöpfung, ein Symbol, das uns über Jahrtausende und Kulturen hinweg daran erinnert, dass alles Leben aus einer einzigen, vollkommenen Ordnung hervorgeht und auf ewig mit ihr verbunden bleibt. Wenn wir uns diese Ordnung wieder bewusst machen und Werte wie Liebe, Dankbarkeit und Harmonie in unserem Alltag verkörpern, stärken wir nicht nur unseren eigenen Lichtkörper, sondern bringen auch mehr Licht in das kollektive Feld. Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂



