Die gesamte Schöpfung ist nach einem vollkommenen, harmonischen Bauplan geformt, einer heiligen Ordnung, die sich in jeder Blüte, in jeder Muschel und ebenso in den weiten Spiralarmen ferner Galaxien immer wieder von Neuem offenbart. Im Zentrum dieser göttlichen Formensprache steht der goldene Schnitt, jenes vollkommene Maßverhältnis, das die Quelle selbst in die gesamte Schöpfung eingewoben hat. Er ist kein Zufall und keine Erfindung des Menschen, sondern ein Abbild des allgegenwärtigen Schöpfergeistes, der sich in der reinsten Harmonie ausdrückt.

Heilige geometrische Muster in der Antike
Die heilige Geometrie wurde bereits von den verschiedensten antiken Hochkulturen gezielt genutzt, um majestätische und langlebige Bauwerke zu errichten. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich die Pyramiden von Gizeh anschaut. Die Pyramiden von Gizeh sowie alle ähnlichen Bauwerke (etwa die Maya-Tempel) weisen eine ganz besondere Baustruktur auf, denn sie wurden nach den Formeln Pi und Phi erbaut. Nur mithilfe dieser besonderen Baustruktur konnten die Pyramiden Jahrtausende überdauern, ohne in ihrer Gesamtstruktur brüchig oder instabil zu werden, obwohl sie in der Vergangenheit von mindestens drei schweren Erdbeben betroffen waren. Es ist überaus erstaunlich, dass es antike Bauwerke gibt, die bis ins kleinste Detail perfekt konstruiert wurden und eine so lange Zeitspanne überdauern konnten, ohne in irgendeiner Weise zu zerfallen. Würde man ein Gebäude aus unserer Epoche über Jahrhunderte hinweg wartungsfrei ruhen lassen, so würde es marode werden und in sich zusammenfallen. Eine weitere bedeutsame Tatsache ist, dass die Zahlen Pi und Phi laut unserer Geschichtsschreibung zu der damaligen Zeit gar nicht bekannt gewesen sein sollen.
Die Vollkommenheit der Cheops-Pyramide
In die Pyramide an sich wurden, abseits der rund 2,3 Millionen Kalksteinquader, etwa 130 Granitblöcke verbaut, die zwischen 12 und 70 Tonnen schwer waren. Sie wurden von einem Felshügel abgetragen, der 800 Kilometer entfernt lag. Innerhalb der Pyramide befinden sich drei Grabkammern, von denen die Königskammer sowohl horizontal als auch vertikal perfekt ausgearbeitet wurde, wobei eine Präzision im Zehntelmillimeterbereich erreicht wurde. Die Cheops-Pyramide besitzt entgegen der üblichen Annahme acht Seiten, denn die vier Flächen sind leicht gewinkelt, was selbstverständlich nicht das Resultat eines Zufalls ist, sondern auf eine bewusst und meisterlich konstruierte Bauleistung zurückgeht. Ebenso erstaunlich ist, dass ein 100 Meter langer Gang in den Felsuntergrund geschlagen wurde. Dieses monumentale Bauwerk wurde in nur 20 Jahren errichtet, und das zu einer Zeit, in der die alten Ägypter weder Eisen noch Stahl kannten.
Die Hochkultur hinter den Pyramiden

Die goldene Spirale als Ausdruck von Phi
Der goldene Schnitt weist aber noch weitere faszinierende Besonderheiten auf. Eine davon wird sichtbar, wenn man eine beliebige Strecke mit der Konstanten Phi streckt und die daraus resultierenden Strecken als Seiten eines Rechtecks verwendet. Dadurch entsteht ein sogenanntes goldenes Rechteck. Das goldene Rechteck hat die Besonderheit, dass man das größtmögliche Quadrat davon abspalten kann, wodurch wiederum ein weiteres goldenes Rechteck entsteht. Wiederholt man dieses Schema, so entstehen immer wieder neue, kleinere goldene Rechtecke. Zeichnet man nun in jedes entstandene Quadrat einen Viertelkreis, so ergibt sich daraus eine logarithmische Spirale, sprich die goldene Spirale. Eine solche Spirale ist ein Abbild der Konstanten Phi, denn Phi lässt sich auf diese Weise als Spirale darstellen. Diese Spirale ist wiederum ein mikro- und makrokosmischer Ausdruck des allgegenwärtigen Schöpfergeistes und ist überall in der Natur anzutreffen, von der Schneckenschale über die Anordnung der Sonnenblumenkerne bis hin zu den gewaltigen Spiralgalaxien. Genau hier offenbart sich das hermetische Prinzip der Entsprechung in vollkommener Klarheit: Wie im Kleinsten, so im Größten. Wie innen, so außen.
Abschließende Worte
Hier schließt sich der Kreis, denn wir gelangen letztendlich zu der Feststellung, dass das gesamte Universum ein in sich schlüssiges und vollkommen erdachtes System ist, ein System, das sich immer wieder auf unterschiedliche und dennoch einander ergänzende Art und Weise ausdrückt. Phi ist eine göttliche Konstante, die überall im Leben präsent ist, ein Symbol für die unendliche und vollkommene Schöpfung. Wo immer uns der goldene Schnitt begegnet, begegnen wir der Handschrift der Quelle selbst, und in der Betrachtung dieser Harmonie erinnern wir uns daran, dass auch wir nach diesem heiligen Maß geformt sind.
Alles beginnt immer in unserem Innersten, in unserem Geiste, vergesst das niemals. In diesem Sinne, bleibt gesund, zufrieden und lebt ein Leben in Harmonie. 🙂




